Das Grab von Rosa Luxemburg unter einem Berg roter Nelken bei der Gedenkveranstaltung im Januar 2015 (Photo: Christian Meyer) 

 

„Auch wenn unsere Proteste in der Sache wirkungslos geblieben sind. Sie haben unsere Hirne und unsere Herzen wärmer gemacht“.

 

                                                                               Rosa Luxemburg   (wann, wo ?) 

 

15. Januar 1919: Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

 

Karl Liebknecht war am 2. Dezember 1914 der einzige Abgeordnete, der im Reichstag gegen die Kriegskredite stimmte.In der Folge versuchte der einflussreiche Gewerkschftsvorsitzende Carl Legien (1861 – 1920) im Februar 1915 einen Ausschluss Liebknechts aus der Reichstagsfraktion und der Partei zu erreichen, vergeblich (vgl. Autorenkollektiv 1967, Kap. V, S. 40, a.a.O.).

 

Jedoch verurteilte die Reichstagsfraktion der SPD auf Antrag von Karl Frohme (1850 – 1933) die Ablehnung der Kriegskredite durch Liebknecht „… unvereinbar mit den Interessen der deutschen Sozialdemokratie“ (zit. n. Autorenkollektiv 1967, Kap. V, S. 43, a.a.O.).

Am 7. Februar 1915 zogen die preußischen Militärbehörden Liebknecht als Armierungssoldaten zum Kriegsdienst ein. Er erhielt allerdings als Abgeordneter zu den Sitzungen des Preußischen Landtags und des Reichstages Urlaub, durfte dazu jedoch Berlin nur mit besonderer Erlaubnis verlassen. Zugleich wurde ihm verboten, an politischen Versammlungen teilzunehmen oder schriftliche wie mündliche Agitation zu betreiben.

 

Zum 1. Mai 1916 wurden Friedensdemonstrationen organisiert, u.a. in Berlin, Braunschweig, Bremen, Dresden, Duisburg, Jena, Kiel, Leipzig, Magdeburg, Pirna und Stuttgart.

U. a. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg organisierten 1916 unter der Losung „Wer gegen den Krieg ist, erscheint am 1. Mai Abends acht Uhr Potsdamer Platz (Berlin)“ eine Mai- und Antikriegsdemonstration, für die Beendigung des 1. Weltkriegs..

In Berlin kamen dazu Tausende auf den Potsdamer Platz (vgl. Autorenkollektiv 1967, Kap. V, S. 83, a.a.O.), er war jedoch von einem großen Polizeiaufgebot umringt.

Luise Kautsky schrieb Jahre später über das Geschehen  in „Der Abend, Spätausgabe des Vorwärts“ (15.1.1929): „Mit Karl Liebknecht, der eben von der Truppe beurlaubt nach Berlin kommt, will sie (i.e. Rosa Luxemburg) eine Maidemonstration erzwingen, und die beiden stellen sich, allen Gefahren des Belagerungszustands trotzend, am 1. Mai 1916 auf den Potsdamer Platz und rufen mit lauter Stimme: „Nieder mit dem Krieg!“ Der feldgraue Armierungssoldat Liebknecht wird augenblicklich gepackt und ins Gefängnis geschleppt. Rosa bleibt merkwürdigerweise frei und entgeht der sofortigen Verhaftung. ...“ [0].

Nach den Maidemonstrationen auf dem Berliner Potsdamer Platz 1916 wurde Karl Liebknecht verhaftet. Rosa Luxemburg schrieb dazu: „Liebknecht kämpfte für uns alle … Er hat gezeigt, dass man auch in Deutschland für seine sozialistische Überzeugung mit dem ganzen Menschen eintritt“.

Vor dem Tribunal griff Liebknecht die Regierung und den Krieg scharf an: „… kein General trug je eine Uniform mit so viel Ehre, wie ich den Zuchthauskittel tragen werde. – Ich bin hier um anzuklagen, nicht – um mich zu verteidigen! Nicht Burgfrieden, sondern Burgkrieg ist für mich die Losung! Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!“ (vgl. Autorenkollektiv 1967, Kap. V, S. 83, a.a.O.).

 

Noch 1916 wurde Liebknecht in erster Instanz zu zu zweieinhalb Jahren, in zweiter zu vier Jahren und einem Monat Zuchthaus verurteilt.  

 

Von 1911 bis zu ihrer Ermordung 1919 wohnte Rosa Luxemburg im heutigen Berlin - Steglitzer Ortsteil Südende, in der Lindenstraße 2 (heute Biberacher Weg, einer kleinen Nebenstraße des Steglitzer Dammes, nahe der S-Bahnstation Attilastraße). In Briefen an ihren Freund, den Mediziner und Sozialisten Hans Diefenbach (1884 – 1917 [1]) sprach sie nahezu liebevoll von „ihrem Südende“. Ihr ehemaliges Wohnhaus, ein Mietshaus aus dem Jahre 1903 steht nicht mehr, das Grundstück wurde erneut bebaut, seit Jahren gibt es eine Diskussion um eine Gedenktafel an dieser Stelle.  

 

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehörten zu den Mitbegründern der KPD, die ihren Gründungsparteitag vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 in Berlin im Festsaal des heutigen Abgeordnetenhauses durchführte.

 

Nach den Unruhen zu Jahresbeginn 1919 tauchten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die zu Recht um ihr Leben fürchteten, in verschiedenen Wohnungen unter, zuletzt in Wilmersdorf, in der ….. Straße.

Von einer „Bürgerwehr“ wurden beide festgenommen und ins Hotel Eden beim Zoologischen Garten gebracht, damals das Hauptquartier der (konterrevolutionär orientierten) Garde-Kavallerie-Schützen-Division, dessen faktischer Befehlshaber 1919 Waldemar Pabst [2]. war.

Die beiden Gefangenen wurden getrennt und misshandelt, u.a von Pabst befragt, und dann zwei Kommandos zur Ermordung übergeben.

Horst von Pflugk-Harttung [3] (1889 – 1967) befehligte 1919 das Freikorps-Kommando, welches auf Weisung von Hauptmann Waldemar Pabst, am Abend des 15. Januar 1919 Karl Liebknecht im Berliner Tiergarten. „auf der Flucht“ erschoss. Gleichzeitig wurde von Pabst auch die Ermordung von Rosa Luxemburg veranlasst

 

Zuerst wurde Karl Liebknecht abgeführt, beim Verlassen des Hotels von einem wachhabenden Soldaten, dem Jäger Runge [4].mit dem Gewehrkolben verletzt, im Auto in den Tiergarten transportiert und dort „auf der Flucht“ erschossen.

Rosa Luxemburg wurde ebenfalls beim Verlassen des Hotels Eden misshandelt, noch im Auto erschossen und – mit Steinen beschwert – in den nahe gelegenen Landwehrkanal geworfen [5].

 

Den Mord gab Pflugk-Harttung „gegen die Verpflichtung absoluter Geheimhaltung“ am 16. Januar gegenüber Ernst von Weizsäcker zu, der ihm zur Flucht riet.

 

Im Mai 1919 wurde Horst von Pflugk-Harttung nach einer Prozess-Farce zusammen mit anderen Tatbeteiligten von einem Kriegsgericht freigesprochen und flüchtete mit Hilfe von Wilhelm Canaris (einem Beisitzer in dem Gericht) nach Schweden. 

Die Beurteilung des (Mit-) Gründerpaares der KPD klafft bis heute massiv auseinander. Insbesondere Rosa Luxemburg erfuhr posthum eine hohe Aufwertung, sie wurde sozusagen zu einer Ikone, einem Leitbild eines philanthropischen, demokratischen Sozialismus.

Das Zitat von Luxemburg „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkens“ wurde auch in der DDR von Dissidenten ausgegriffen. Auch hat z.B. die Deutsche Bundespost eine Gedenkbriefmarke für Rosa Luxemburg herausgegeben.

Umgekehrt wird vielfach (insbesondere von Konservativen und Rechten) der Mord Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als die logische Konsequenz, die gerechte Strafe ihres Handelns, ihrer (angeblichen) Taten angesehen.

 

Jeweils am 2. Sonntag im Januar wird der Ermordung der beiden demokratischen Sozialisten durch einen „Spaziergang“ zu ihren Gräbern in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin – Lichtenberg gedacht. Allerdings liegen dort auch z. B. Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht, sicher nicht gerade Leuchten eines demokratischen Sozialismus. Auch an ihren Gräbern werden alljährlich hunderte von roten Nelken niedergelegt.

 

Der Bukowina-deutsch-jüdische Lyriker Paul Celan (1920 - 1970) schrieb im Dezember 1967 in West-Berlin das titellose Gedicht „Du liegst im großen Gelausche“ als eine Erinnerung an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht:

 

„DU LIEGST im großen Gelausche,
umbuscht, umflockt.

Geh du zur Spree, geh zur Havel,
geh zu den Fleischerhaken,
zu den roten Äppelstaken
aus Schweden –

Es kommt der Tisch mit den Gaben,
er biegt um ein Eden –

Der Mann ward zum Sieb, die Frau
musste schwimmen, die Sau,
für sich, für keinen, für jeden –

Der Landwehrkanal wird nicht rauschen.
Nichts
aaaaaastockt“.

 

(Paul Celans Gedicht „DU LIEGST…“ wurde erstmals 1971 posthum veröffentlicht, im Nachlassband Paul Celan: „Schneepart“, Bibliothek Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997)

 

 

(Gedenkveranstaltung veränderlich,  jeweils der 2. Sonntag im Januar, nach dem Gregorianischen Kalender

 

© Christian Meyer

 


[0] Auch in der DDR-offiziellen „Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung“ wird nicht erwähnt, dass auch Rosa Luxemburg an der Planung und Durchführung der Friedensdemonstration am Potsdamer Platz beteiligt war (vgl. Autorenkollektiv, 1967, Kap. V., S. 83, a.a.O.). 

 

[1] Hans Diefenbach war im 1. Weltkrieg an der Westfront als Militärarzt tätig. Kurz vor seinem Tode - der 33jährige wurde in der Nacht vom 24. zum 25. Oktober 1917 von einer Granate tödlich getroffen – verfasste er seinen letzten Willen, in dem er Rosa Luxemburg sein von seinem Vater ererbtes Vermögen in Höhe von 50 000 Mark vermachte.

Die darin gemachte Auflage ist charakteristisch für Rosa Luxemburg. Der Text des Testaments lautet:
„Meiner Freundin Dr. Rosa Luxemburg, Berlin-Südende, Lindenstr. vermache ich 50 000 M jedoch mit einer Klausel: Die genannte Summe soll von irgend einer entsprechenden Instanz z.B. von meiner Schwester verwaltet und der Erbin der jährliche Zins bis zu ihrem Tode regelmäßig ausgezahlt werden. Ich treffe diese Bestimmung, da meine ausgezeichnete Freundin in der Privatökonomie vielleicht keine ganz so geniale Meisterin ist, wie in der National-Ökonomie. Ein impulsives Ausgeben der genannten Summe für irgend einen momentanen politischen Zweck läge nicht im Sinne meines Vaters, des Erwerbers des Geldes, als dessen bloßer Verwalter ich mich eigentlich fühle, nicht als dessen gemeiner Besitzer. Wohl aber bitte ich meine Freundin Rosa Luxemburg für den Fall ihres Ablebens eine Bestimmung zu treffen, wie die genannte Summe von 50 000 M als dann für unsere gemeinschaftlichen großen politisch-sozialen und philanthropischen Ideale zweckentsprechend verwendet werden sollen. Das Bestimmungsrecht hierüber soll ihr für ihr Testament vollkommen zustehen. Die jährlich ausgezahlte Zinssumme bitte ich sie sorglich in meinem Sinne zu verwenden und dabei vor allem zu berücksichtigen, daß nicht bloß die Gemeinschaft unserer Ideen, sondern auch ihr eigenes körperliches Wohlergehen stets eine nahe Herzensangelegenheit gewesen ist. Sie soll also die jährliche Rente nicht bloß, wie dies ihrem großartigen Natürel entspräche, für andere bedürftige Leute sondern in erster Linie für sich selbst verwenden.
gez. Hans Diefenbach."

Rosa Luxemburg konnte infolge ihres gewaltsamen Todes die Erbschaft nicht mehr antreten. Erst 1927 nach der Inflation, erhielten die Erben Rosa Luxemburgs die stark reduzierte Summe (vgl. http://www.diegeschichteberlins.de/geschichteberlins/persoenlichkeiten/persoenlichkeiteag/422-diefenbach.html?573da0f5e1c688030bddf01b36b05e41=48cd8308c82722aee97711218c2588759)

[2]Waldemar Pabst (1881-1970)  war seit 1899 Berufsoffizier, im Januar 1919 als Hauptmann Erster Generalstabsoffizier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, ihr faktischer Befehlshaber. 

Er gab den Befehl zur Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Nach dem 2. Weltkrieg erklärte Waldemar Pabst: „Dass ich die Aktion ohne Zustimmung von Noske gar nicht durchführen konnte und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin.  … Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, dass ich fünfzig Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit“.

Die CDU-Bundesregierungen betrachteten die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als „standrechtliche Erschießungen“ (vgl. Bulletin des Presse- und Informationsdienstes der Bundesregierung Nr. 27, vom 8. Februar 1962). 

[3] Horst von Pflugk-Harttung (1889 – 1967) war seit 1907 Berufssoldat, stieg auf zum Kapitänleutnant. Er ist der Mörder von Karl Liebknecht. 1919, nach den Morden, flüchtete er nach Schweden. Er erklärte in einem Zeitungsinterview, er habe im Auftag Noskes Liebknecht ermordet. Später dementierte er diese Aussage.

Nach dem 2. Weltkrieg lebte er als Kaufmann in Hamburg und pflegte den Kontakt zu Waldemar Pabst.

Horst von Pflugk-Harttung wurde in der Bundesrepublik nicht strafrechtlich behelligt.

Kapitänleutnant 

[4] Otto Wilhelm Runge (1875 – 1945) war Schweißer, dann (als gemeiner) Soldat in der Garde-Kavallerie-Schützen-Division. Als solcher bewachte es am Abend des 15. Januar 1919 den Eingang des Eden Hotels. Im Auftrage eines Offiziers schlug er – vermutlich in der Hoffung auf eine finanzielle Belohnung - erst Karl Liebknecht, dann Rosa Luxemburg beim Verlassen des Hotels mit dem Gewehrkolben und verletze beide schwer, Luxemburg lebensgefährlich.  Runge soll dafür von einem Offizier 100,-RM erhalten haben. Runge flüchtet mit Unterstützung der Division, wird aber bald von der Polizei gefasst.

Im Prozess um die Ermordung vor dem Feldkriegsgericht des Garde-Kavallerie-Korps wurde Runge am 14. Mai 1919 wegen versuchten Totschlags zu einer zweijährige Gefängnisstrafe verurteilt und musste - als einziger - sie bis 1921 verbüßen. Nach der Entlassung lebte er unter falschem Namen in Berlin. Zweimal, 1925 und 1931 wurde er von Arbeitern bzw. Arbeitslosen erkannt und verprügelt.  1934 erhielt Runge nach einer Amnestie von der NS-Regie- rung eine finanzielle Haftentschädigung von 6000,- RM.  

Ende Mai 1945 wurde der 70jährige Runge von Kommunisten festgenommen, der sowjetischen Geheimpolizei übergeben  und im damaligen „NKWD-Keller“ in der Fröbelstraße in Prenzlauer Berg, im Haus 3, inhaftiert.

Runge wurde noch im Juni 1945 aus Berlin abtransportiert und hat vermutlich den Transport nicht überlebt. Die Umstände seines Todes sind unbekannt (vgl. „Junge Welt“, 13./14.01.2007).  

[5] Genau in diesem historischen Moment setzt der (spannende) Roman „Das Luxemburg-Komplott“ von Christian von Ditfurth (a.a.O.) ein: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg werden nahe dem Eden-Hotel von einer revolutionären Arbeiter-Patrouille befreit und führen die Revolution zum Siege – zu einem Scheinsieg allerdings nur: Luxemburgs Vorstellungen von einem demokratisch-freiheitlichen, toleranten Sozialismus scheitern schließlich an der Gewalt und dem Chaos im Land, aber auch an den gewaltorientierten, „leninistischen“ Gruppen in der KPD und der USPD.    

Abb.: Sockel des geplanten Liebknecht-Denkmals am Potsdamer Platz,  beim U - Bahn - Ausgang an der Stresemannstraße - Berlin 10785 (Photo: Christian Meyer, 2005). 

 

Am Ort der Antikriegsdemonstration des 1. Mai 1916 wurde am 13. August 1951 anlässlich der Weltjugendfestspiele der Grundstein eines Denkmals für Karl Liebknecht gelegt, - genau an Liebknechts 80. Geburtstag. Der ca. 1,70 m hohe dunkle, gemauerte Denkmalsockel sollte das damals geplante Denkmal tragen – eine Liebknecht-Statue. Sie wurde jedoch nie errichtet.  Genau 10 Jahre später befand sich der Sockel unmittelbar hinter der Mauer im gesperrten Grenzstreifen und war damit nicht zugänglich. 1990 verschwand er auf

privatem Baugrund hinter einem Baustellenzaun.  Am 22. März 1995 wurde der Sockel demontiert und seine Einzelteile auf einen Lagerplatz gebracht. Nach Protesten und einer Intervention  des Bezirks Mitte von Berlin für die Wiederaufstellung des Sockels wurde er 2003 mit einer kommentierenden Informationstafel des Berliner Forums wieder aufgestellt. Bei der Neueinweihung am 20. November 2003 sprachen der damalige Senator für Wissenschaft und Kultur, Thomas Flierl, und der frühere Direktor der Berliner Festspiele, Ulrich Eckart.

Seit dem am 13. August 1951 trägt der Sockel in roten Großbuchstaben die Inschrift: „Von dieser Stelle aus rief Karl Liebknecht am 1. Mai 1916 zum Kampf gegen den imperialistischen Krieg und für den Frieden auf“. Auf der anderen Seite steht: „Grundstein eines Denkmals für Karl Liebknecht 1871 bis 1919“.

Der Sockel ist - neben dem Balkon des Stadtschlosses, eingebaut im ehemaligen Staatsratsgebäude - eines der wenigen noch in Berlin sichtbaren Zeugnisse für das Wirken Karl Liebknecht.