23. April: Tag des Heiligen Georg, des frommen „Ritters“ aus Kappadokien; angeblich am 23. April 303 als Märtyrer unter Diokletian hingerichtet.

 

Der Legende nach rettete er eine syrische Königstochter vor einem Drachen; alle bekehrten sich darauf zum Christentum. Später weigerte sich Georg jedoch, ein Kaiserbildnis anzubeten und wurde deshalb hingerichtet.

Das britische Georgskreuz leitet sich von dem Heiligen her.

Vor allem während der Gegenreformation wurde der Heilige Georg von der katholischen Kirche als Schutzpatron der Verteidiger der römisch-katholischen Konfession betrachtet; in dem sich im Staube krümmenden Drachen sah man die Verkörperung der „Ketzereien“ (Häresien).

 

Der Hl. Georg ist einer der 14 Nothelfer und u.a. der Schutzheilige Moskaus und Russlands.

Im Wappen Russlands, auf dem Brustpanzer des zaristischen Doppeladlers befindet sich (auch heute wieder) eine Abbildung des Hl. Georg. 

 

Seit mehr als 500 Jahren gibt es in Furth im Wald (nahe der tschechischen Grenze, im Bayerischen Wald) das historische Festspiel des Drachenstichs, das ursprünglich auf der Legende der Hl. Georg basierte. Die heutige fassung des Spiels verlegte jedoch die Handlung in das Jahr 1431, in die Epoche der Hussitenkriege. Das Festspiel wird seither in der zweiten Augustwoche aufgeführt.

 

Im westafrikanischen und karibischen Voodoo - Kult wird der kriegerische Geist „Ogoun Badagari" oft mit dem Hl. Georg assoziiert.

 

Katholische Pfadfinder in Deutschland sind seit ihrer Gründung 1929 in Altenberg / Köln in der „Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg“ organisiert.  

 

(unveränderlich, nach dem Gregorianischen Kalender in der katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche am 23. April; in Griechenland wird des Hl. Georg am 28. April gedacht; in den meisten orthodoxen Kirche am 6. Mai – dem 23. April des Julianischen Kalenders - und in Georgien am 23. November)

 

© Christian Meyer

 

 

Ikone „Gekrönter Hl. Georg“, 14. Jhdt., heute in der

Alexander – Newski – Gedächtniskirche zu Sofia