4. Mai: Namenstag des Hl. Florian

 

Florianus soll im römischen Heer gedient haben und Kanzleischreiber des römischen Statthalters der Provinz Noricum gewesen sein. Wegen seiner Standhaftigkeit im christlichen Glauben wurde er während der Diokletianischen Christenverfolgungen im Jahre 304 unweit von Lauriacum (dem heutigen Dorf Lorch, bei Enns / Oberösterreich) als Märtyrer in der Enns ertränkt. Der Hl Florian "... bleibet in ewiger Gedaechtnus, weilen er gerecht gelebt (hat) und auch gerecht gestorben " ist (vgl. Welker, S. 36, a.a.O.).

An seinem nahegelegenen Grab wurde 880 der Augustiner - Chorherrenstift St. Florian gegründet. Der heutige, hochbarocke Nachfolgerbau des Stifts wurde 1686 - 1751 erbaut.

Schon als Kind war Anton Bruckner jahrelang Sängerknabe am Stiftschor zu St. Florian. Dort begann er auch die Kunst der Orgelspielens zu erlernen. In der Pfarrschule der Stifts arbeitete er von 1845 - 55 als Schulgehilfe. Heute ist die große Chrismann-Orgel zu St. Florian als "Brucknerorgel" berühmt. Direkt unter der Orgel in der Gruft der Stiftskirche wurde Anton Bruckner - auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin - bestattet. 

Florian ist Landespatron Oberösterreichs und wird bis heute v.a. in Süddeutschland und Österreich bei Feuersgefahr angerufen. Als Helfer in Feuersgefahr gilt Florian wegen eines Legendenmotivs in seiner Vita: ein "Kohlbrenner, der inmitten seines Feuers gefallen, ist durch seine Vorbitt, von der Gefahr errettet worden" (zit. n. Welker, S. 43, a.a.O.).

 

(unveränderlich, nach dem Gregorianischen Kalender)

 


© Christian Meyer