2. Juni 1967

 

Ermordung Benno Ohnesorgs (* 1940) nach einer Anti-Schah-Demonstration in West-Berlin, im Hof der Krummen Straße 66 in Chralottenburg erschossen durch den (Zivil-)Polizisten (und Stasi-Mitarbeiter) Kurras. Der Tod Ohnesorgs und die skandalöse Vertuschung des Hergangs sowie der Freispruch des Täters – dieser habe „in Notwehr“ geschossen – wurde zu einem Fanal und solidarisierendem Verstärker der Studentenbewegung in West-Berlin und West-Deutschland.

 

1971 schuf der Bildhauer Alfred Hrdlicka das Bronzerelief „Der Tod des Demonstranten“, das allerdings erst 1990 neben der Deutschen Oper in der Bismarckstraße 35 aufgestellt werden konnte.

 

Uwe Timm, der eine Mitschüler Benno Ohnesorgs und mit ihm befreundet war, schrieb die Erzählung „Der Freund und der Fremde“ über seinen Freund, die 2005 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschien: 

 

Zum 50. Jahrestag der Ermordung von Benno Ohnesorg gab es am Platz neben der Deutschen Oper, an der Bismarckstraße eine Gedenkveranstaltung, auf de u.a.  eine Entschuldigung an die Familie Ohnesogs und eine Wiederaufnahme des Verfahrens um seinen Tod gefordert wurde.

 

 

(unveränderlich, nach dem Gregorianischen Kalender)

 
© Christian Meyer

 

 

Die Bronzestele neben der Deutschen Oper am 2. Juni 2017 (Photo: Christian Meyer)