25. Januar

 

Tag der Bekehrung des Apostels Paulus ( der „kalte Paul“, im Gegensatz zum 29. Juni) Hier handelt es sich um die Erinnerung an das berühmte „Damaskuserlebnis“, das aus dem orthodox - gläubigen Juden Saulus Paulus machte, aus einem Verfolger des entstehenden Christentums einen Gläubigen, einen Anhänger Christi.

Dabei war der aus (dem heute türkischen) Tarsus stammende römische Bürger und Pharisäer Saulus zuerst ein scharfer Gegner, ein Verfolger der Christen. Allerdings kamen ihm rasch Zweifel, denn er erlebte, dass die Zahl der Anhänger des so kläglich gekreuzigten Jesus von Nazareth immer weiter anstieg.  

Saulus war beauftragt worden, die Christen im syrischen Damaskus zu verfolgen. Kurz vor der Stadt hatte er eine Art Vision: In gleißendem, ihn vorübergehend blendenden Licht erschien dem vom Pferd stürzenden Saulus Jesus und sprach zu ihm: „Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel zu lecken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst“ (Apg 9, 4 -6; 22,7 ; 26, 14).

In Damaskus wurde Saulus zum Christentum bekehrt, getauft und wieder sehend. Später nahm er gegen Widerstände in der Jerusalemer Urgemeinde seine Missionsreisen auf, die Paulus in die heutige Türkei, nach Griechenland, Malta (ð 10. Februar, St. Pauli Schiffbruch) und Italien führten.

Schließlich wurde Paulus festgenommen, nach Rom gebracht und als Märtyrer hingerichtet (vgl. ð Peter und Paul, 29. Juni). 

  

Eine deutsche Bauernregel besagt:

„Ist Pauli Bekehrung hell und klar,

so hofft man auf ein gutes Jahr,

hat er Wind,

so regnet’s geschwind“

 

(unveränderlich, nach dem Gregorianischen Kalender)

 

© Christian Meyer