Lucas Cranach, Detail aus dem Weimarer Altarbild; Photo: Christian Meyer, August 2008
Lucas Cranach, Detail aus dem Weimarer Altarbild; Photo: Christian Meyer, August 2008

26. Mai 2013

 

Sonntag Trinitatis, Fest der Dreieinigkeit / Dreifaltigkeit; Dreieinigkeitssonntag

 

Eine der (bislang unüberwindbaren) Barrieren zwischen den Gottesvorstellungen der Juden und Muslime einerseits, den Christen in ihrer großen Mehrheit andererseits, ist die Auffassung von dem dreieinigen Gott.

 

In der Geschichte des Christentums sind die christologischen Streitigkeiten die wohl längsten und intensivsten, d.h. Diskussionen um das Wesen Jesu, im Verhältnis zu Gott (Vater) und Gott Heiliger Geist sowie des Verhältnisses dieser untereinander und zueinander.

Der Streit begann bereits unter Konstantin vor und auf dem Konzil von Nicaea 325, v.a. zwischen den Arianern (den Anhängern von Arius, der eine Wesenähnlichkeit zwischen Sohn und Vater behauptete) und den Athanasianern (den Anhängern des Athanasius, der von einer Wesengleichheit ausging). Die Arianer zerfielen jedoch theologisch divergierend in eine Reihe von sich auch bekämpfenden Richtungen.

Tatsächlich wurde das Dogma von Trinität, d.h. die Lehre von der wesenhaften Einheit dreier göttlicher Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) endgültig erst auf dem Konzil zu Konstantinopel 381 n. Chr. fixiert. Historisch – kritische Theologen gehen seit langem davon aus, dass im Neuen Testament nur geringe Ansätze der Dreieinigkeitsvorstellung zu finden.

Wo triadische Formeln auftauchen werden die drei „Personen“ nebeneinander gestellt, auch sind sie meist spätere Einfügungen, wie z. B. der sog. Taufbefehl: „Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ (Matthäus 28, 19). 

In den triadischen Formeln des NT ist die Frage der Einheit Gottes noch kein Problem, es wurde dazu erst in den späteren Auseinandersetzungen mit der antiken Philosphie (vgl. Koch, S. 518, a.a.O.). 

 

Der Hl. Basilius wandte sich u.a. scharf gegen die als häretisch angesehenen Arianer und wirkte mit an der Entwicklung der orthodoxen und katholischen Trinitätslehre. Die „drei Hierarchen“ verteidigten gegen eine arianische Mehrheit das Nicäische Glaubensbekenntnis von 325, das sich erst auf dem Konzil 381 mehrheitlich durchsetzen konnte.

 

Berühmt ist die Legende um Augustinus und den Knaben am Meer. Als Bischof der Überlieferung nach am Meeresstrand entlang ging, um über die Dreifaltigkeit Gottes nachzudenken, traf er auf einen Knaben. Dieser schüttete mit einer Muschel Meerwasser in eine kleine selbst gegrabene Grube. Als der Heilige den Jungen nach dem Sinn seines Tuns fragte, bekam er zur Antwort: „Ich schöpfe das Meer in diese Grube“. Nachdem Augustinus ihn auf die Unerreichbarkeit seines Vorhabens hingewiesen hatte, entgegnete der Knabe: „Es wäre für mich leichter, das Meer in dieses Loch zu gießen, als für Dich, auch nur den kleinsten Teil des Dreifaltigkeitsmysteriums zu erklären“ (zit. n. Marrou, S. 126, a.a.O.). Der Knabe war – der Legende nach - ein göttlicher Bote gewesen. Die Muschel aber wurde zu einem  Symbol für die Unergründlichkeit der Gottheit.

Diese vermutlich erst im 13./15. Jhdt. entstandene Legende wurde verschiedenen Heiligen zugeschrieben, und Henri Marrou meinte, sie passe „… zu Augustinus besonders schlecht“ (vgl. Marrou, S. 126, a.a.O.). Denn Augustinus setzte sich in einer ganzen gesonderten Schrift mit der Dreieinigkeit auseinander („De Trinitate“), desgleichen auch in einigen der erhaltenen Briefe.

 

Durch einen historischen Zufall – die Missionierung der Goten durch den Arianer Wulfilas um das Jahr 348 bekam das Arianertum längerfristige politische Auswirkungen: Sowohl die Ost- und Westgoten, als auch die Wandalen, Burgunder und Langobarden waren in den Augen der römischen Mehrheitsbevölkerung „Ketzer“, was eine Stabilisierung dieser ostgermanischen Königreiche deutlich erschwerte.

Papst Gelasius I. (Pont. 492 – 96) formulierte: „Toleranz gegen Ketzer ist verderblicher als die schrecklichsten Verheerungen der Provinzen durch die Barbaren“ (zit. n. Langewiesche, 1964, S. 93, a.a.O.).

Der arianisch-athanasianische Streit um die Wesensähnlichkeit oder Wesensgleichheit zwischen den „drei Personen“ neben politischen auch kunsthistorische Auswirkungen.

In der ravennatischen Kirche San Michele in Africisco (erbaut Mitte des 6. Jhdts.) befanden [1] sich in der Apsis Mosaiken, die nur auf dem Hintergrund der arianischen „Häresie“ erklärbar sind. Die Mosaiken zeigen u.a. eine jugendlich-bartlose Christus-Figur, begleitet und verehrt von den Erzengeln (vgl. dort) Michael und (vgl. dort) Gabriel. In der erhobenen Rechten hält er ein mit Gemmen verziertes Stabkreuz. Er trägt ein purpurnes Pallium [2], das mit dem griechischen Großbuchstaben "Γ" [3] geschmückt ist (vgl. Abb. unten). 

Die Christus-Figur in dem Apsismosaik hatte eine Deuter-Funktion, denn sie präsentiert (lateinische) Zitate aus dem Johannes-Evangelium, die von der athanasianischen Orthodoxie vielfach zur Bestätigung ihrer Position herangezogen wurden:  

„Qui vidit me viditet patrem“ «Wer mich sieht, der sieht den Vater» (Joh 14, 9), und …

„Ego et pater unum sumus“ „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10, 9) [4].

 

Das Apsismosaik aus San Michele in Africisco gewinnt eine zusätzliche Bedeutung durch die zeitgenössischen Konflikte in der Stadt Ravenna. Auch nach dem Ende der ostgotischen Herrschaft in der Stadt (im Jahre 540 fiel die Stadt kampflos in die Hände Belisars) blieben die Arianer in Ravenna eine einflussreiche Minderheit, bis 561 der (athanasianisch-„rechtgläubige“) Erzbischof Agnellus bei kaiser Justininan ein Dekret bewirkte, das alle arinischen („ketzerischen“) KIrchen der Stadt der Orthodoxie übereignete (vgl. Effenberg, S. 12, a.a.O.). Bei der Umweihung von der usprünglich arianischen San Apollinare Nuovo wurden viele Mosaiken aus der Zeit des „Ketzerkönigs“ Theoderich entfernt.

So diente das Apsismosaik mit den anti-arianischen Zitaten dem Kampf gegen das  häretische „Homäertum“ und für die Verkündigung des trinitarischen Dogmas: „Der erscheinende Christus deutet sich selbst“ (Effenberg, S. 48, a.a.O.).

Der Streit um die Dreieinigkeit flammte innerhalb der christlichen Theologie immer wieder auf. Zum Beispiel wurde Miguel Serveto u.a. wegen seiner Leugnung der Dreieinigkeit Gottes im Genf Jean Calvins als Häretiker verbrannt.

 

Eine Reihe von theologischen und christologischen Besonderheiten ist für die Zeugen Jehovas charakteristisch. Die Zeugen Jehovas lehnen die Lehren sowohl von der Unsterblichkeit der Seele als auch der Dreifaltigkeit ab. Nach der Lehre der Zeugen Jehovas ist Jesus zwar Sohn Gottes, aber eben von ihm erschaffen, ein Geschöpf Gottes, zwar „wesensähnlich“, aber „unter“ Gott stehend. Auch der heilige Geist wird als keine eigenständige Person innerhalb einer Trinität angesehen, vielmehr sei er die von Gott ausgehende Kraft. Nach der Auffassung der Zeugen Jehovas gibt es keine einzige Bibelstelle, die auf einen dreieinigen Gott schließen lasse. Die Ablehnung der Dreieinigkeitslehre unterscheidet die Zeugen Jehovas von den allermeisten anderen christlichen Glaubensgemeinschaften [5] . Konsequent erfolgt die Taufe bei den Zeugen Jehovas ohne die trinitarische Formel.

 

In der Kunstgeschichte wurde die Dreifaltigkeit vielfach thematisiert. Eine ganze Fülle von Naturphänomenen wurde v.a. im MA als Symbol für die Dreieinigkeit interpretiert. Das wohl älteste Zeichen für die Dreieinigkeit ist das gleichseitige Dreieck [6].

Darstellungen der Trinität in Gestalt von drei verschiedenen Personen sind relativ selten, finden sich aber z.B. in der Kolonialmalerei der Philippinen (Abb. s.u.).

 

Berühmt ist z.B. das Gemälde Tizians (ca. 1477 – 1576) „Triumph der Dreifaltigkeit“ aus dem Jahre 1554, das sich heute im Prado befindet. In der oberen Region des Bildes ist Gottvater als alter Mann, Jesus als jüngerer Mann und dazwischen die Taube zu sehen, als Symbol des Heiligen Geistes. Weiter unten erblickt man Kaiser Karl V. sowie seinen Sohn Philipp, samt der Krone, die vor Gott auf einer Wolkenbank abgelegt ist.

In der christlich inspirierten Malerei finden sich eine Fülle von symbolischen Anspielungen auf die Dreieinigkeit. So z.B. in dem Mittelbild des Altars der ev. Stadtkirche St. Peter und Paul (der Herderkirche) zu Weimar, gemalt von Lucas Cranach dem Älteren.

Dort findet sich unten rechts, zu Füßen Martin Luthers, die Darstellung einer Walderdbeere (bot. Fragaria vesca L.): Das dreigeteilte Blatt soll die Dreieinigkeit (vgl. Heinz-Mohr, S. 91, a.a.O.) symbolisieren, die roten Früchte selbst die Blutstropfen Jesu und die fünf Blütenblätter die fünf Wunden Christi (die Wundmale, drei Nagelwunden, die Dornenkrone und der Lanzenstich, Abb. s.o.).      

 

Unter einem Dreifaltigkeitsring versteht man eine ringförmige Spirale aus drei scheinbar selbständigen Ringen, die aus einem Stück gefertigt und – ohne Anfang und Ende – umeinander geflochten wurden. Dreifaltigkeitsringe dienten nicht als Fingerschmuck sondern wurden aus Elfenbein oder Metall für Kunstkammern hergestellt.

In Annaberg – Buchholz / Erzgebirge findet seit 1520 das beliebte neuntägige Volksfest „Kät“ statt. Die Geschichte der Kät reicht ins Jahr 1519 zurück. Damals ließ der sächsische Herzog Georg der Bärtige (von der albertinischen Linie des Hauses Wettin) den Annaberger Friedhof an der Trinitatiskirche mit "heiliger Erde" vom "Campo Santo" in Rom weihen, um eine Wallfahrt (mit Wochenmarkt) nach Annaberg zu begründen. Das damit verbundene Volksfest hieß ursprünglich Trinitatisfest. Aus dem Namen "Dreifaltigkeitsfest" wurde im erzgebirgischen Dialekt "Dreifaltischkät" und schließlich nur noch "Kät".

Das Fest findet seit jeher immer 2 Wochen nach Pfingsten (eine Woche nach Trinitatis) statt. Der ursprüngliche Platz nahe der Trinitatiskirche ist schon lange zu klein und für das Volksfest wurde der „Kätplatz“ geschaffen, heute direkt an der B 95 zwischen Stadt und Pöhlberg.

Die "Kät" beginnt immer noch mit einem Gottesdienst und einem Schützenfest. Am Samstagabend findet traditionell das Kät-Feuerwerk statt. Heute ist die „Kät“ das größte Volksfest des Erzgebirges und zählt mit fast 300.000 Besuchern pro Jahr zu den zehn größten deutschen Volksfesten.

 

Aus dem "Annaberger-Kät-Lied“von Anna Wechsler:

„In Arzgebärg weit ime dim bis nei in Böhmerland,
do is de Anneberger "Kat" vu altersher bekannt.
E Volksfast, wie's kah gressersch gibt,
dos is de "Kat" bestimmt,
un wie'e Wallfahrt nimmt siechs aus,
wenn's Volk gezuung kimmt.

Ja! Wenn de Maibaam blühn,

is Annebarger "Kat", do freet siech Alt, do freet sich Gung,

free'n Bossen siech un Maad!

Worüm? Das wissen se salberscht net,

dr alte Zimmt geds Gahr, 'sis ner, daß mr de Pfeng lus wird

un in Gewarg miet war!“

                                            (erschienen in der Erzgebirgs Rundschau - Kätzeitung 2000)

 

Das Kleeblatt [7] ("shamrock", vom gäl. "seanrog") wurde zu einem der Attribute des Hl. Patrick, da er den Iren daran das Geheimnis der Dreieinigkeit zu veranschaulichen versucht haben soll. Jedoch könnte es sich bei der "shamrock" auch um einen als Kleeblatt mißdeuteten Kreuzstab gehandelt haben. DennPatrick stößt auf alten irischen Darstellungen  einen derartigen Kreuzstab in den Rachen einer Schlange (vgl. Heinz - Mohr, S. 160, a.a.O.).  In jedem Falle wurde das Kleeblatt zu einem der Symbole Irlands.

Eine Reihe von Musikwissenschaftlern interpretiert insbesondere einige von den Kompositionen Johann Sebastian Bachs als voller theologischer Symbolik, so z.B. in Bachs um 1735 in Leipzig enstandenem Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 552/1-2. Beide gehören zu der einzigen größeren Veröffentlichung von Orgelmusik (im Rahmen der „Clavierübung dritter Theil“, 1739 in Nürnberg) des „… reifen Stils des 50jährigen Komponisten“, der sich hier auf der „höchsten Höhe“ seiner Kunst zeigte (vgl. Programm des Konzerts von Markus Epp in der Lukas-Kirche in Berlin-Steglitz am 29. Oktober 2016).

 

In Präludium und Fuge Es-Dur – „… nach heutigem Wissenstand das letzte freie (d.h. nicht choralgebundene) Orgelwerk aus Bachs Feder“– wollte Bach wohl (auch) „… die Dreifaltigkeit symbolisieren und verherrlichen“ (vgl. Epp, s.o.).

Der Musikwisseschaftler und Organist Joachim Winkler (*1938) deutete dazu, wohl im Anschluß an Albert Schweizer: „Auffälligerweise voneinander getrennt stehen Präludium und Fuge am Anfang und am Ende des Dritten Teils der Klavierübung, als das A und O des Gesamtwerks („Du bist das A und das O“, Alpha und Omega, erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets). Die Fuge ist somit das 27. Stück der Sammlung (27 = drei mal drei mal drei). Die Tonart Es-Dur verwendet drei b als Vorzeichen. Das Präludium ist aus drei Themenkomplexen gestaltet. Die Fuge verarbeitet drei Themen, mit derem erstem, sinnfällig als übergreifendes Symbol für Gott Vater in allen Einzelfugen präsent, die beiden anderen Themen (Sohn und Hl. Geist) verbunden werden“ (zit. n. Joachim Winkler, a.a..O. und Abb. unten).  

 

Theologisch deutende Interpretationen dieser Art sind wohl auch spekulativ und bleiben umstritten.

 

 

Im Jahre 1773 komponierte W.A.Mozart (1756 – 1791) in Salzburg für das Dreifaltigkeitsfest seine „Missa in honorem Sanctissimae Trinitatis“, in C-Dur, KV 167, auch  Trinitatismesse genannt. Die Messe folgte der Forderung von Mozarts damaligen Arbeitgeber, dem Salzburger Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo: ein feierliches Hochamt dürfe nicht länger als eine Dreiviertelstunde dauern. Die Trinitatismesse ist von daher eine kurz gehaltene Messe („Missa brevis“) und verzichtet als einzige Mozartsche Messe auf Sologesang. Der Autograph der Messe (mit einigen Zusätzen von der Hand Leopold Mozarts) befindet sich heute in der Staatsbibliothek Berlin. 

 

In Russland wird das Pfingstfest „Troiza“ (Троица Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit) genannt, wegen der Erscheinung der dritten Person der Trinität, des Heiligen Geistes.

In der russischen Ikonenmalerei spielt der Bildtypus „Troiza“ eine bedeutende Rolle; er zeigt die drei Männer, die Abraham besuchten, gedacht als eine alttestamentarische Analogie zur christlichen Trinität. Andrej Rubljows Ikone „Troiza“ (aus dem Jahre 1411) ist vielleicht die populärste Ikonen - Darstellung Russlands überhaupt [8] . Sie befindet sich heute in der Trejtakow-Galerie im Andronikow-Kloster in Moskau (vgl. Abb. unten).

 

Der deutsche Philosoph Hans – Georg Gadamer (1900 - 2002) glaubte vom „Geheimnis der Trinität“, dass „…. es als Herausforderung das Denken wie aks Verheißung, die die Grenzen mesnchlichen Begreifens ständig überschreitet, den Gang des menschlichen Nachdenkens im Abendland beständig belebt har“ (vgl. Gadamer, S. 6, a.a.O.).  

 

Die Sonntage des (protestantischen) Kirchenjahres nach Trinitatis werden nur nummeriert, 1. Sonntag nach Trinitatis usw., bis 24. Sonntag nach Trinitatis.

 

Der Name des letzten Kaisers von Äthiopien, Haile Selassie, (siehe Geburtstag Haile Selassies)  bedeutet wörtlich  amhar. „Kraft der Dreieinigkeit“.

 

(variabel, entsprechend der Osterberechnung am 1. Sonntag nach Pfingsten, die „Kät“ zwei Wochen nach Pfingsten)

 

© Christian Meyer

 

 


[1] Heute befinden sich die Mosaiken der im 19. Jhdt. abgebrochenen ravennatischen Kirche in der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.
Im späten 19. Jhdt. waren die Reste von San Michele in Africisco ein Fischmarkt (vgl. Langewiesche, 1964, S. 113, a.a.O.).  

[2] Das Pallium war ein römisches Obergewand, das von den Griechen („Himation“) übernommen wurde und von Männern getragen wurde, die oft damit zeigten, dass sie mit der griechischen Kultur sympathisierten. Der weite mantel wurde um den Körper geschlungen um die linke Schulter gelegt und unter der linken Achsel festgehalten.

[3] Dies sogenannte „Gammadion“ (Γ), ein Zierbesatz des Palladiums, ist auf spätrömischen und ravennatischen Mosaiken oft anzutreffen, auch mit anderen griechischen Buchstaben. Die inhaltliche Bedeutung dieser Verzierungen ist bis heute ungeklärt (vgl. Effenberg, S. 42 & 76, a.a.O.). 

[4] Demgegenüber bezogen sich die Arianer u.a. auf Jesu Aussage: „… denn der Vater ist größer als ich“ (Joh 14,28).


[5] Die Adventisten z.B. sind später zu der ursprünglich abgelehnten Lehre von der Trinität zurückgekehrt.

[6] Das Gleichseitige Dreieck wurde auch für die indische Trimurti und von den Manichäern als Symbol verwendet – deshalb von dem Hl. Augustinus als Symbol verworfen (vgl. Heinz-Mohr, S. 75, a.a.O.).

[7] Das Kleeblatt (Trifolium L.) galt als eine alte Zauberpflanze keltischer Druiden. Sergej A. Tokarev meinte sogar, daß einige der "... großen Keltengötter ... unmerklich zu christlichen Heiligen ... (die heilige Brigitta, der heilige Patrick) ..." geworden sind (vgl. Tokarev, S. 306, a.a.O.).  

[8] Pfingstdarstellungen spielen in den orthodoxen Ikonostasen, in der jeweiligen "Feiertagsreihe", eine bedeutende Rolle. Diese zeigen Stationen des Lebens Mariä und Jesu.

 

 

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„Heilige Dreieinigkeit“, Gemälde eines anonymen philippinischen Künstlers von der Insel Bohol, vom späten 18. Jhdt. Hier sind die drei Personen durch das Lamm, die Sonne und die Taube gekennzeichnet, Heute befindet sich das Bild in der Kunstsammlung der Zentralbank in Manila (Abb. aus Lerma, S. 181, a.a.O.)

 

Andrej Rubljow: Troiza
Andrej Rubljow: Troiza
Christus-Mosaik aus San Michele in Africisco
Christus-Mosaik aus San Michele in Africisco

(Abb. aus Effenberg, S. 55, a.a.O.)

Abb. An Winkler angelehnt war der obere Ausschnitt aus dem Programm von Markus Epp:Theologisch-symbolische Deutung  von Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552