Jüdisches Schawuoth - Fest; Wochenfest (hebr. „schawua" = Woche ), auch „Hag ha - bikurim“, Fest der ersten Früchte

Im alten Israel war Schawuot das zweite traditionelle Wallfahrtsfest, das Fest der Weizenernte. Die Erstlinge wurden in feierlichem Zug nach Jerusalem gebracht und im Tempel geweiht.

Auch das Wochenfest hat in der Diaspora seinen landwirtschaftlichen Charakter verloren, heute ist es ausschließlich das Fest der Offenbarung auf dem Sinai. Denn nach talmudischer Berechnung soll an diesem Tag Moses auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote empfangen haben. Deshalb wird zu Schawuot im Gottesdienst der Dekalog verlesen.

Es ist eine alte Tradition, in der ersten Nacht von Schawuot (hebr. "Tikkun leil schawuot" = Vorbereitungsnacht des Wochenfests) wach zu bleiben und die Thora zu studieren.

Am 2. Tag des Wochenfestes wird in der Synagoge das Buch Ruth gelesen, dessen Erzählung im Zeitraum zwischen Gerste- und Weizen - Ernte spielt.

Heute ist Schawuot auch ein Blumenfest: Haus und Synagoge werden mit Blumen geschmückt.

 

(variabel, nach dem jüdischen gebundenen Mondkalender am 6. / 7. Tag des 10. Monats, Siwan; am 50. Tag nach Pessach)

 

© Christian Meyer