Hinduistisches Ekadashi – Fasten (auf hindi, „Gyaar“)

 

Viele Hindus, insbesondere die Anhänger Vishnus, fasten an diesen Tagen, versuchen Streitigkeiten zu vermeiden und enthalten sich sexueller Aktivitäten.

Manche Hindus – wie z.B. eine der Hauptfiguren in Vikram Seths „Guter Partie“ (a.a.O.) – fasten an diesen Tagen auch zum Gedächtnis an verstorbene Angehörige.

Viele Hindus glauben, dass man an Ekadashi – Tagen insbesondere keinen Reis essen dürfe. Denn, einem Mythos zufolge, nahm einstmals der Schweiß vom Haupte des Schöpfergottes Brahma die Gestalt eines Dämons an. Dieser sagte: „O Herr, nun gib mir einen Platz zum Wohnen.” Brahma erwiderte: „O Dämon! Geh und wohne in den Reiskörnern, welche die Menschen an Ekadashi verzehren und werde zu Würmern in ihren Mägen.”


© Christian Meyer

 

(veränderlich, nach dem hinduistischen Mondkalender, jeweils an jedem elften Tag nach Voll- bzw. Neumonden; zweimal, selten auch dreimal in jedem Monat)