Setsubun - matsuri

 

Japanisches Frühlingsanfangsfest  Setsubun - matsuri: landesweit wird das Ende des Winters  in Tempeln und Schreinen gefeiert.

Im ganzen Hause wurden am Abend dieses Tages Sojabohnen verstreut, um die Dämonen zu verscheuchen; von diesen Bohnen aß jeder Anwesende dann eine mehr, als die Anzahl seiner Lebensjahre betrug.

 

Große Menschenmengen gehen an diesem Tag in die Tempel, um an der traditionellen Zeremonie des Bohnenwerfens teilzunehmen: mit den Bohnen werden böse Geister vertrieben. Dazu rufen die Gläubigen: „Das Glück herein, die Teufel raus“.

Das traditionelle japanische Neujahrsfest nach dem Mondkalender wurde allgemein auch als Frühlingsfest betrachtet, unabhängig von den Temperaturen und der Vegetation [1]: die Menschen legten ihre wattierte Winterkleidung ab, auch wenn es noch kalt war.

 

(variabel nach dem chinesischen Lunisolarkalender am 1. Tag des 1. Mondmonats)


© Christian Meyer

 


[1] Die japanischen Bauern verwendeten neben dem Mondkalender noch einen landwirtschaftlichen Sonnenkalender, der ihren zyklischen Terminanforderungen stärker entsprach.

Um den Mondkalender in eine wenigstens ungefähre Übereinstimmung mit dem Sonnenjahr und den Vegetationsperioden zu bringen, orientierte man sich an bestimmten festen Punkten („chuki“) des agrarischen Sonnenkalenders. Der Mondmonat, in dem die Wintersonnenwende lag, wurde z.B. immer als der 11. Monat im Mondjahr gezählt. Das traditionelle Neujahr- und Frühlingsfest begann immer am ersten Neumond nach dem „chuki“ „größte Kälte“ (am 20. /21. Januar des Gregorianischen Kalenders). Von daher fiel das Fest immer in den Zeitraum zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar.