Dehwa Rabba – Neujahr der Mandäer

 

Johannes der Täufer gilt als ein Reformator der monotheistischen mandäischen Religion (im Koran die Sabier, den privilegierten „Schriftbesitzern“ (Ahl al-kitap) zugerechnet); die Mandäer sehen Jesus als falschen Prophet an. Die Zugehörigkeit ist ethnisch begründet, Konvertiten werden nicht aufgenommen.

Heute gibt es nur noch wenige Mandäer im südlichen Irak und im Iran, größere Diaspora-Gruppen leben über die ganze Welt verstreut, eine größere Anzahl in Australien. Insgesamt sollen es maximal ca. 100 000 Gläubige sein.

Die mandäische Zeitrechnung geht der christlichen um drei Jahre voraus, weil Johannes der Täufer angeblich drei Jahre vor Jesus geboren sein soll: das Gregorianische Jahr 2003 entspricht also dem Jahr 2006 der mandäischen Ära.

Dehwa Rabba ist das mandäische Neujahrsfest; im Jahre 2020 findet es am 17. Juli statt. Es beginnt dann wohl das Jahr 2023 nach der mandäischen Jahreszählung (??).   

 

 

(veränderlich nach dem mandäischen Kalender) 

 

© Christian Meyer