Wenn nicht die MUTTER aller Interkulturellen Kalender, so doch immerhin

seit 1993 als analoge als Beilage zum "SchiLF-Blatt" entstanden, seit 2010

im Netz publiziert und so gut wie möglich  gepflegt.

 

INTERKULTURELLE KALENDER

 

ACHTUNG:

 

Generell sind die beweglichen, variablen Fest- und Gedenktage kursiv, die festliegenden normal ausgeschrieben! Rot  geschriebene Tage sind - leider - noch nicht auf das jeweilige Jahr aktualisiert!

 

                                                                                         „Gott hat die Zeit geschaffen,

                                                                               der Teufel den Kalender“

                                                                                              (Erwin Chargaff,1905 - 2002) 

 

Erneut danke ich Herrn Erik Ljungstrand und Herrn Werner Beyschwang für eine Reihe von korrigierenden Hinweisen und hilfreichen Ergänzungen. Herrn Michael Harnack danke ich wiederum für vielfältige technische und programmatische Unterstützung. 

 

 

                 Alles Liebe und Gute zum Neuen Jahr,

                                               

 es ist das Gregorianische Jahr ...

 

 

Ø  2021 (MMXXI) nach der Geburt Jesu (n. Chr., n. d. Z., „common era“) oder „Anno Domini“ (AD), im „Jahre (der Fleischwerdung) des Herrn“, im „Jahre des Heils“,  ein Gemeinjahr mit 365 Tagen

Ø  2020/21 nach dem „alten Stil“, dem Julianischen Kalender; der 14.1.2021 (gregorianisch) ist der 1. Januar 2021 (julianisch).

Ø  1442/43 nach der Hedschra des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina (n. d. H., oder AH - Anno Hegirae), 1442 ist ein Schaltjahr mit 355 Tagen,  1443 n. d. H. ist ein Gemeinjahr mit 354 Tagen

Ø  1436/37 des Rûmi-Kalenders (Maliye-, Finanzkalenders); das erste ist ein Schaltjahr mit 366 Tagen, das zweite ein Gemeinjahr mit 365 Tagen.  

Ø  5781/82 nach der biblischen Erschaffung der Welt am 7. Oktober 3761 v. Chr. – proleptisch-julianisch - entsprechend der jüdischen Jahreszählung; 5781 ist ein mangelhaftes Gemeinjahr mit 353 Tagen, 5782 ist ein reguläres Schaljahr mit 384 Tagen.

Ø  2769/70 nach der babylonischen Zählung, Ära des babylonischen Königs Nabonassar (seit dessen Regierungsantritt am 26. Februar 747 v. Chr. – proleptisch-julianisch - , zurückgehend auf die antiken Königslisten des Ptolemaios)

Ø  2023/24 nach der Mandäischen Ära, die von der Geburt von Johannes dem Täufer ausgeht

Ø  2317/18 der Bithynischen (oder Bosporanischen/Pontischen) Ära (abgekürzt BE; um Verwechslungen zu vermeiden hier: BiE), ausgehend vom Jahre 297 v. Chr. (Jahr 1 BiE), als der bithynische Herrscher Zipoites den Titel Basileios annahm.     

Ø  1737/38 nach der koptischen Diokletian-Ära (= Anno Diocletiani, AD), der „Märtyrer-Ära“ ( Anno Martyrum, A.M.), seit 284 n. Chr., dem Regierungsbeginn Kaiser Diokletians, unter dem die letzten römischen Christenverfolgungen stattfanden   

Ø  2013/14 nach dem äthiopischen Kalender, einer Variante des koptischen Kalenders, der in Äthiopien & Eritrea benutzt wird. Die Jahre werden nach der errechneten Geburt Jesu gezählt, diese Zählung weicht um 7 Jahre von der „abendländischen“ Zählung ab.

Ø  1470/71 nach dem alt-armenischen Kalender, einem altägyptischen Wandeljahr mit 360 und 5 Zusatztagen. Die Jahreszählung setzt mit der Trennung von der Römischen Reichskirche 552 n. Chr. ein.

Ø  2970/71 nach der Jahreszählung der Berber (nach der Thronbesteigung des „libyschen“ Pharao Scheschonq I., 22. Dynastie, im Jahre 950 v. Chr.)

Ø  1021/22 nach dem Igbo-Kalender (Nigeria, seit Gründung des Nri-Königreiches im 10. Jhdt.)  

Ø  2720/21 nach der Kurdî-Ära, seit der legendären Einführung von Newroz 700 v. Chr. oder 2632/33 seit dem medischen König Kyaxares II., 612 v. Chr. der Eroberung Ninives.  

Ø  1399/1400 nach der iranischen auf Sonnenjahren beruhenden Ära, ausgehend von der Hedschra; zur gregorianischen Jahreszählung besteht eine Differenz von 621 Jahren.

Ø  177/178 nach dem Badi-Kalender, der Bahai-Ära (BE), seit dem Auftreten des Bab im Jahre 1844

Ø  7529/30 nach dem Byzantinischer Kalender, seit Erschaffung der Welt am 1. September 5509 v. Chr.

Ø  6770/71 nach dem Assyrischen und Yezidischen Kalender, seit der legendären Gründung des Assur-Tempels in Assur (heute im Nord-Irak) im Jahre 4750 v. Chr. 

Ø  2564/65 nach der Buddhistischen Ära (BE), nach dem Eingang Shakyamuni-Buddhas ins Nirwana im Jahre 544 v. Chr.

Ø  2563/64 nach dem Thai-Solar-Kalender ausgehend vom Jahre 544 v. Chr. als Todesjahr Buddhas. 

Ø  2331/2332 nach dem Seleukidischer Kalender (SE, seit 312 v. Chr., der Einnahme von Babylon durch König Seleukos I. Nikator); diese Ära ist die am frühesten eingeführte und wurde zeitweise auch von den Juden benutzt, unter der Bezeichnung „Ära des Vertrages“.    

Ø  1390/91 nach der zoroastrischen Shahanshahi-Ära (Shenshai,. YZ, auch AY), der Qadimi-Ära und auch der Fasli-Ära; seit der Thronbesteigung des letzten Herrschers der Sassaniden.

Ø  3758/59 nach der Zoroastrischen Religiösen Ära (AZ, auch Fasli-RZE), beginnend mit der (nördlichen) Frühlingstagundnachtgleiche des Jahres 1738 v. Chr., dem Beginn von Zarathustras religiöser Tätigkeit.

Ø  2411/12 nach einer (errechneten) Geburt Zarathustras am 3. März 389 v. Chr.  

Ø  2051/52 nach der tamilischen Ära; in dem 60-Jahres-Jupiterzyklus des tamilischen Solarkalenders ist es das 34/35. Jahr.

Ø  2077/78 nach der hinduistischen Vikram-Ära (Vikram Samvat, VS oder BS) und der Nepali-Jahreszählung; sie soll von dem legendären indischen Kaiser Vikramaditya um 58 v. Chr. eingeführt worden sein. 

Ø  1943/43 nach der hinduistischen Shaka-Ära  (Shaka Samvat, seit 78 n. Chr.) und dem Lunisolarkalender der indischen Telugu (Shalivahana-Ära) – auch auf Bali.

Ø  5121/22 nach der hinduistischen Kali-Ära (nach dem 60-jährigen Zyklus) seit 3102 v. Chr., dem mythischen Beginn des Eisernen Weltzeitalters (Kali-Yuga)   

Ø  1427/28 nach der bengalischen Ära (Bangla Shôn, B.S.); der Beginn der bengalischen Jahreszählung wurde in der Zeit Kaiser Akbars – um eine Synchronisierung mit der Hedschra – Zählung zu erreichen – auf das Jahr AD 593/594 gelegt: Das Jahr 963 n. d. H. entsprach dann dem Jahr 963 der Bengalischen Ära und AD 1556.  

Ø  2547/48 nach der Jaina-Ära (Mahavira Nirvana Samvat, MNS), ausgehend von dem Eingang Mahaviras ins Nirvana, der Überlieferung nach Im Jahre 527 v. Chr.

Ø  552/553 des Nanakshahi–Kalenders der Sikhs, seit der Geburt von Guru Nanak im Jahre 1469

Ø  2147/48 nach der tibetischen Ära, die im Jahre 127  v. Chr. mit der Gründung der Monarchie in Tibet begann; es ist ein Jahr  der männlichen Eisenratte bzw. des weiblichen Eisenrinds; es ist in dem tibetischen Lunisolarkalender das  Jahr 34/35 des 17. Sechzigjahreszyklus

Ø  1382/83 nach dem burmesischen Lunisolarkalender in Myanmar (M.E.), der Thekkayit-Zeitrechnung seit seiner Einführung auf Befehl des Königs Pope Saw Rahan von Pagan im Jahre 638 n. Chr. sowie der Khmer-Jahreszählung in Kambodscha

Ø  1342/43 nach der alten burmesischen Pyay-Ära, beginnend auf Befehl des burmesischen Königs Thurmondi im Jahre 78 v. Chr./624 B.E.

Ø  4717/18 nach der taoistisch-chinesischen Huang-di-Ära (seit dem Gelben Kaiser 2697 v. Chr.)

Ø  4657/58, falls der Gelbe Kaiser 2637 v. Chr. die Ära eingeleitet hätte

Ø  37/38 des 78. Jahrsechzigs des chinesischen Kalenders, einem Jahr der Metall-Ratte (庚子)  mit 13 Monaten bzw. des Metall-Rinds (辛丑) mit 12 Monaten

Ø  110 des in Taiwan verwendeten Minguo-Kalenders (民國紀, seit der Gründung der Republik China 1912 (民國 - minguo Republik; - nian Jahre), der Gregorianische Kalender mit veränderter Jahreszählung

Ø  34/35 des 17.  Jahrsechzigs seit der Einführung der mongolischen Ära (seit 1027 n. Chr.), einem Jahr der männlichen/weißen Eisen-Maus  bzw. einem Jahr des weiblichen/weißen Eisenrinds

Ø  69 Eliz. 2–70 Eliz. 2, des British Regnal year, seit der Thronbesteigung Elizabeths II. im Februar 1952

Ø  CCXXIX/XXX (229/30) des französischen Revolutionskalenders (seit dem Konventsbeschluss 1792)

Ø  110 der staatlich–nordkoreanischen Jahreszählung „Juche“, „Ära des Selbstvertrauens“ (ausgehend von 1912, der Geburt von Kim il Sung; eingeführt 1997)

Ø  IC/C (99/100) der faschistisch-italienischen Jahreszählung (seit dem „Marsch auf Rom“ vom 28.Oktober 1922; E. F. „Era Fascista“)

Ø  LXXXIV/LXXXV (84/85) der „Año triunfal“ in Franco-Spanien, eingeführt 1937, beginnend mit dem Militärputsch vom 18. Juni 1936; das Jahr 1939 war gleichzeitig das Jahr III der „Años triunfal“ und das „Año de la victoria“     

Ø  4353/54 nach der koreanischen Dangun-Ära (seit der mythischen Gründung Koreas am 29. November 2333 v. Chr.)

Ø  2680/81 in der Zählung nach dem mythischen Jinmu Tennō (auch: Jimmu-Tenno, jap. 神武天皇; 660 v. Chr., 皇紀 Koki)

Ø  3 der japanischen Reiwa  („令和 2 “; 令和glückliche Harmonie“; - nian Jahre) - Ära (seit 2019; „Reiwa“ ist die umstrittene Regierungsdevise – Nengō  - von dem neuen Kaiser Naruhito)

 

Ø  63 der kubanischen Revolution, seit der Vertreibung des Diktators Fulgencio Batista im Jahre 1958

 

Ø  8/9 im 2012 n. Chr. beginnenden „Großen Zyklus“ von ca. 5125 Jahren (13 Baktún) der Mayas

Ø  6266/67 im alt-ägyptischen Sonnenkalender

Ø  4. Jahr der 699. bzw. 1. Jahr der 700. antiken Olympiaden-Chronologie (seit 776 v. Chr.)

Ø  XXXII der Olympiaden der Neuzeit wurden 2020 in Tokio auf 2021 verschoben

Ø  2773/74 ab urbe condita (a.u.c., seit der Gründung der Stadt Rom, Varronische Ära)

Ø  6021 in der traditionellen Jahreszählung der Freimaurer (Anno Lucis, seit Erschaffung der Welt im Jahre 4000 v. Chr.)

Ø  12021 des Holozän–Kalenders, seit der neolithischen Revolution

Ø  113 A. F. („nach Ford“, entsprechend der Jahreszählung der „Brave New World“, seit der Einführung des Modells T im Jahre 1908 n. Chr.)

Ø  von 1  609  459  200 sec bis 1 640 995 199 sec der Unix-Zeit, seit der Einführung des Betriebssystems UNIX Version 6 am 1. Januar 1970 um Null Uhr.

Ø  von 2 459 215,5 bis 2 459 580,5 Tage nach der Julianischen Tageszählung (JD) beginnend mit dem von Joseph Scaliger errechneten Jahr 4713 v.Chr.

Ø  Der balinesische 210-tägige Pawukon-Kalender ist rein arithmetisch und kennt keine astronomischen Bezüge oder Jahreszählungen.  

 

 

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Im Jahre 2021 gibt es nicht ... 

 

....einen Venusdurchgang: Der nächste erfolgt leider erst am 10 Dezember 2117

 

... einen Merkurtransitdie nächsten Merkurdurchgänge werden am 13. November 2032. und am 7. November 2039 stattfinden.  

 

.... das Mahamastakabhisheka- Fest der Jainas, veränderlich nach dem Mondkalender der Jainas; das 88. dieses Festes war im Februar 2018. Es findet nur alle 12 Jahre statt, das nächste Mal wird erst 2030 sein. Genaue zukünftige Daten werden nach dem Jaina- Mondkalender festgelegt. 

 

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