Fest (Sonntag) der Orthodoxie („ΚΥΡΙΑΚΗ ΤΗΣ ΟΡΘΟΔΟΞΙΑΣ“, orientalische orthodoxe Kirche)

 

Das Fest "Sonntag der Orthodoxie" erinnert an die offizielle Wiederherstellung des Bilderdienstes 843 in Byzanz.

Bei dem sog. Bilderstreit im Byzantinischen Reich ging es vordergründig um die Frage, ob die Gläubigen den Bildwerken in den christlichen Kirchen religiöse Verehrung zollen dürften oder nicht.

Auf der Seite der Ikonoklasten (der Bilderfeinde, der Bilderstürmer) stand neben dem Kaiser v.a. das Heer. Auf der Seite der Ikonolathristen (der Bilderverehrer) standen v.a. der niedere Klerus, die Mönche und die Bevölkerung in verschiedenen Regionen.

Im Wesentlichen war der Bilderstreit eine Folge innenpolitischer Spannungen, die Frage der Verteilung der Ressourcen im Reich. Denn durch den Bilderdienst flossen „… Unsummen von Geldern ... in die Kassen des Klerus und ließen den Klerus immer reicher, die kaiserlichen Kassen immer leerer werden. Dehalb waren Kaiser und Heer sehr an einer Umverteilung der Vermögen interessiert ... Die kaiserliche Niederlage im Bilderstreit war aber nur ein Zeichen für den unaufhaltsamen Zerfall des byzantinischen Reiches“ (Beltz, 1979, S. 15/16, a.a.O.).

 

(variabel, jeweils der 1. Sonntag der Fastenzeit, der 6. Sonntag vor dem orthodoxen Osterfest)