Erde im Perihel bzw. Aphel, im sonnennächsten bzw. sonnenfernsten Punkt.

 

Die Erde ist im Perihel ca. 147,1 Mio. km von der Sonne entfernt.

  Der Begriff „Perihel“ kommt vom gr. „helios“ ("λιος „Sonne“) und gr. „peri“ (≙ περί, ringsum, über).  

Da die Bahn der Erde um die Sonne keine Kreisbahn, sondern exzentrisch, eine elliptische Bahn ist, befindet sich die Erde manchmal näher, manchmal weiter von der Sonne entfernt. Gegenwärtig wird das Perihel Anfang Januar, im tiefsten Nord-Winter also, durchlaufen. Die Entfernung zur Sonne beträgt dann ca. 147 Mio. Kilometer, ca. 5 Mio. km weniger als zur Zeit des Aphel. Die mittlere Entfernung Erde-Sonne (die Astronomische Einheit, AE) beträgt ungefähr 150 Millionen km.

Das Sonnenlicht überbrückt die Perihel–Entfernung in 8 min und knapp 11 sec.

Die Entfernungsunterschiede verursachen zwar geringe Unterschiede in der Menge der erhaltenen Sonnenenergie, die jedoch nicht etwa die Ursache der Jahreszeiten sind. Diese wird vielmahr durch die Schiefe der Ekliptik, die Neigung der Erde zur Planetenebene verursacht.

In ca. 13000 Jahren wird die Erde ihren sonnennächsten Punkt jedoch genau im nördlichen Sommer haben. Zu dieser Zeit dürfte der Sommer-Winter-Gegensatz für die Bewohner der Nordhalbkugel unangenehm werden. Allerdings vermindert sich die Exzentrizität der Erdbahn fortlaufend, sie wird immer kreisähnlicher. Deshalb dürfte der oben angesprochene Effekt in den nächsten Platonischen Jahren immer mehr verschwinden.

 

(veränderlich, aber sehr langsam mit der Präzession und durch die Schaltjahre; zur Zeit um den 3./4. Januar)

 

In der Zeit um den 5./6. Juli steht die Erde im Aphel. Der Aphel ist der sonnenfernste Punkt der Erdbahn. Die Erde ist dann ca. 152,1 Mio. km von der Sonne entfernt, ca. 5 Mio. km als zur Zeit des Perihel.

 

(verändert sich sehr langsam)

 

 

© Christian Meyer