Der Monatsname Oktober

 

Der Name Oktober läßt isch vom lateinischen „octo“ für „acht“ ableiten, weil der Monat im römischen Kalender der achte Monat war.

Als unter Kaiser Domitian (81 –  96 n. Chr.) nach Kämpfen die beiden Provinzen Germania inferior und Germania superior eingerichtet worden waren, kam es zu „… völlig überzogenen Ehrungen für Domitian“ (vgl. Wolters, S. 67, a.a.O.). Nicht nur feierte er ca. 83 einen Triumph, wurde für 10 Amtsperioden zum Konsul designiert und erhielt den Siegerbeinamen „Germanicus“. Darüber hinaus beschloß der Senat „… den September in ‚Germanicus’ und den Oktober in ‚Domitianus’ umzubenennen,  … Änderungen der Montasnamen, die sich im Gegensatz zu dem auf Gaius Iulius Caesar zurückgehenden ‚Juli’ und dem auf den ersten Princeps zurückgehenden ‚August’ nicht bis in unsere Gegenwart erhalten haben“ (vgl. Wolters, S. 67, a.a.O.).

Die katholische Kirche feiert den Oktober auch als Rosenkranzmonat (vgl. Rosenkranzfest, 7. Oktober).

Der Oktober wurde früher auch Weinmonat oder „Gilbhart“ genannt, weil das Laub im Oktober zu gilben begann. Aus der Zeit Karls des Großen ist die fränkische (althochdeutsche?) Bezeichnung „Windumemânôt“ (von ahd. „wintemôd“, vom lat. „vindemiae“ Weinlese) überliefert (vgl. Schauffler, S. 110, a.a.O.).

In einem deutschen „Oktoberlied“ heißt es:

                                               „Der Nebel steigt, es fällt das Laub!

                                               Schenk ein den Wein, den holden!

                                               Wir wollen uns den grauen Tag

     vergolden, ja vergolden !“.

 

Eine deutsche Bauernregel heißt: „Oktoberhimmel voller Sterne, hat warme Öfen gerne“.

Andere Bauernregel lauten: „Ist Oktober warm und fein,

                                                    kommt ein scharfer Winter hinterdrein;

                                                    ist er aber nass und kühl,

                                                    mild der Winter werden will“.

                                               „Oktober im Anfang schön,

                                                   heißt am Ende im Regen stehn“. 

    „Bringt Oktober viel Frost und Wind,

                                                so sind Januar und Februar lind“.

                                                „Oktobergewitter sagen beständig,

                                                  der nächste Winter

                                                   wird wetterwendig“.

                                               „Oktober Nordlicht, glaube mir,

                                                  verkünden harten Winter dir“.

„Ist der Oktober scharf, kalt und klar,

                                             erfrieren die Raupen fürs nächste Jahr“

 


© Christian Meyer