4. Januar: Ogoni–Tag in Nigeria

 

Protesttag der Ogoni im Südwesten Nigerias gegen die Unterdrückung und Ausbeutung sowie gegen die Zerstörung ihres Landes durch den ökologischen Raubbau durch den Shell – Konzern.

Das Datum wurde in Erinnerung an den 4. Januar 1993 gewählt, dem Tag, an dem sich bis zu 300 000 Ogoni in Massenprotesten gegen die Ölpolitik von Shell und der nigerianischen Bundesregierung wandten.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Konflikt u.a. durch durch die Proteste des Schriftstellers und Trägers des alternativen Nobelpreises Ken Saro-Wiwas (1941-1995), seine Verhaftung, das Todesurteil gegen ihn acht seiner Mitstreiter sowie ihre Hinrichtung am Galgenin Port Harcourt  am 10. November 1995.

Am 4. Januar 1999 - dem damaligen Ogoni-Tag - wurden mehr  als 26 Ogonis durch das nigerianische Militär getötet, als dieses eine dreimonatige Blockade von einem Drittel der nigerianischen Erdölförderung gewaltsam auflöste.

Am 4. Januar 2012 – zum 19. Ogoni-Tag – demonstrierten erneut mehr als 300 000 Ogonis gewaltlos gegen die ZErstörung und Vergiftung ihrer natürlichen Umwelt durch Shell und die Politik der nigerianischen Regierung (vgl. http://www.unpo.org/article/13699, in der Fassung vom 18. Juli 2013).

Bis heute kommt es nicht nur an dem Ogoni–Tag zu massiv unterdrückten Protesten gegen die Regierungspolitik  

 

(unveränderlich, nach dem Gregorianischen Kalender)

 

© Christian Meyer